Gemeinde- und Kulturzentrum – Mels SG

Projektwettbewerb “Gemeinde- und Kulturzentrum Mels – Projekt Monocoque PDF – in Zusammenarbeit mit Dr. Willy Wüthrich, Tragwerkplanung Saal

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– Bericht des Preisgerichtes 2013.10.18 PDF        – Kommentar zum Bericht des Preisgerichtes

– Wettbewerbsprogramm PDF           – Fragenbeantwortung PDF

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Satellite 01

Satellite 02

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01-06 Situation A1, mv.

Situation – Modellaufsicht

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Orts- und Stadtplanung  heisst auch immer Ordnung machen – Infrastruktur und Gebäude ‘verbrauchen’ sich oder können sich im Laufe der Zeit sogar im Wege stehen und notwendige Entwicklungen hemmen oder verunmöglichen.

Wir schlagen vor, folgende Gebäude rückzubauen, also abzubrechen: 1. den ‘Hobi-Block’, Parzelle 3230, um den neuen Platz und die zusätzlich benötigten Räume für die Verwaltung zu ermöglichen – 2. das Gebäude Parzelle 3226, um den Strassenraum (Arkaden) zu verbessern, der Kellerei den Warenlift zu ermöglichen und um moderne, vielfältig nutzbare Räume zu schaffen – 3. den Löwen, Parzelle 991, mit all seinen Erweiterungsgebäuden, aber nicht die wertvollen Gewölbekeller, um dem eigentlichen, neu geplanten “Gemeinde- und Kulturzentrum” Platz zu machen.

Etappierung – 1.Etappe: Erstellung aller Untergeschosse, Platz, Saal mit Annex-Gebäude (Gesangs-/Tanzlokal) und ‘Musikhaus’, Parzelle 3226. – 2. Etappe: Verwaltungsgebäude über dem Platz und (event.) Einbau des vorgeschlagenen Lifts im Rathaus.

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06-06 Miscellaneous mv

Dorfplatz – links die Traube, das neue Verwaltungsgebäude in der Mitte, rechts das Rathaus

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Das neu geplante Verwaltungsgebäude, in leicht wirkender Holz-/Glas-Bauweise, kommt, abgehoben auf +3.70m, über dem neuen Platz zu stehen. Über ein Vordach ist das Verwaltungsgebäude auf Platzniveau mit dem Rathaus (in der zweiten Etappe) verbunden.

Für das Rathaus schlagen wir eine neue vertikale Erschliessung (Lift) vor, weil die “Freistellung des Rathauses” impliziert, dass das historische Gebäude in seinen originären Umrissen voll funktionsfähig gemacht wird, ohne externe ‘Behelfsstrukturen’ und Volumina, welche die Dualität der gegenüberliegenden Giebel (Rathaus – Traube) für immer stören würde.

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Verwaltungsgebäude – Ansicht vom Platz

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06-06 Miscellaneous mv

Querschnitt – Verwaltungsgebäude, Kellerei – links das Rathaus

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Platz – der neue Platz dehnt sich, nach dem Rückbau des ‘Hobi-Blocks’, über die gesamte Fläche der Parzelle 3230 aus; besetzt nur durch den rund hundert Quadratmeter grossen Glaspavillon, welcher den Zugang zu den Tiefgaragen und die Eingangshalle mit dem Stimmlokal des neuen Verwaltungsgebäudes enthält. Der Platz ist, im Endausbau, durch das Verwaltungsgebäude teilweise gedeckt und dadurch bei jeder Witterung nutzbar (Wochenmarkt, etc.). Das Niveau des Platzes, 496.30m ü.n.N., entspricht dem Niveau des Rathaus Korridors im Erdgeschoss. Gepflästert ist der Platz mit regionalem Naturstein.

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04-06 EG A1, mv

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Längsschnitt B-B – Dorfplatz, Vorplatz Verwaltungsgebäude, neuer Platz mit Verwaltungsgebäude, Foyer-Platz mit Gesangs-/Tanzlokal, Saal, Löwenstrasse – von links

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04-06 EG A1, mv

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Erdgeschoss – Gemeinde- und Kulturzentrum

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01-06 Situation A1, mv

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Wangserstrasse – Platz, Rathaus, das neue “Musikhaus”, Parzelle 989, Saal, Löwenstrasse – von links

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02-06 1.+2. UG A1, mv

Wangserstrasse, von Wangs zum Platz – rechts das neue “Musikhaus” mit Arkade

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Das neue Gebäude Parzelle 3226, an der Wangserstrasse, das “Musikhaus”, ist, im Gegensatz zum heute bestehenden Gebäude, leicht von der Strasse zurückgesetzt und nimmt, neu, die Gebäudeflucht des Gebäudes Parzelle 989 auf.

Das Gebäude, mit Arkaden, dem Warenlift mit überdecktem Vorplatz der Kellerei und einem Ladenlokal im Erdgeschoss, Niveau 496.30 = +/-0.00m, beherbergt im 1. Obergeschoss, Niveau +3.70m, die Halle zum Musikprobelokal, den Materialraum für Musikinstrumente und die zukünftig benötigten Reservebüros der Verwaltung. Im grosszügigen Dachraum des 2. Obergeschosses, Niveau +6.40m, ist das 200 Quadratmeter grosse Probelokal für den Musikverein untergebracht.

Um die einmalige Standortsituation der Kellerei im Dorfzentrum hervorzuheben, sind die neuen Produktionsräume rundherum mit einer Galerie ausgestattet – dies ermöglicht u.a. Besucherrundgänge mit ausgezeichnetem Überblick über die Betriebsabläufe, ohne dass diese gestört werden.

Die neu geplante Kellerei, Niveau -5.40m, ist mit Fahrzeugen via Rampe erreichbar, erstens, und zweitens mittels Warenlift vom Platz-Niveau.

Die vorgeschlagene (behindertengerechte) Erschliessung des Rathauses kommt auch der Kellerei zugute – die die Zugänglichkeit zu den Rathauskellern erheblich verbessert. So kann der ‘kleine Keller’, Niveau -3.95m, zukünftig per Lift direkt erreicht werden, der ‘grosse Keller’, Niveau -4.68m, via den neuen Keller.

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03-06 1.UG-Galerie A1, mv

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Längsschnitt A-A – Platz, Rathaus, ‘MusikHaus’, Parzelle 989, Saal, Löwenstrasse – von links

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.03-06 1.UG-Galerie A1, mv

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1. Untergeschoss-Galerie – Anlieferung-/Service-Geschoss

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1.UG 1-200

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1. Untergeschoss – die historischen Keller – Kellerei Weinbaugenossenschaft, links – Löwen Keller, rechts

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2.UG 1-200

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2. Untergeschoss – Tiefgarage

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Wangserstrasse – Saal

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Der Gemeindesaal – Der Saal ist sowohl, über die entsprechenden Foyers, von der Wangserstrasse als auch vom neuen Platz her zugänglich.

Das Gebäude “Gemeindesaal” ist ein Mono-Volumen, unterteilt in das Foyer-Wangserstrasse, in den Saal mit integrierten Galerien und die Bühnen mit “Künstlerzugang” und Bühnenanlieferung.

Der Raum ist stützenfrei (siehe auch die Erläuterungen zum Tragwerk).

Das Erdgeschoss des Saales ist, dreiseitig, bis zu einer Höhe von 2.30m, verglast. Verdunkelung mittels Vorhängen. Tageslicht fällt, rundherum, auch durch einen 60cm breiten Oberlichtstreifen auf die vier Innenwände des Raums.

Die Galerien, nach klassischen Vorbildern, sind halbkreis-förmig nach der Bühne hin ausgerichtet und mittels Treppen und Lift erreichbar.

508 Platea-Zuschauerplätze und 292 Galerie-Zuschauerplätze, als Konzertbestuhlung, sind kompakt vor der grossen Bühne angeordnet; d.h. grösste Nähe zum Geschehen und die Möglichkeit des “sehen und gesehen werdens” schaffen beste Voraussetzungen zu gemeinsamem Erleben.

Der Dachraum über den Trägern dient als Installationsraum für die Lüftung, als “Schnürboden” im Bereich der Bühne und als begehbarer Installationsraum für, z.B., Audio- und Lichteffekte über dem Zuschauerraum.

Die Innenwände im Bereich des Foyer-Wangserstrasse, auf dem 1. Galerie-Geschoss, Niveau +2.70m, eignen sich für temporäre (Kunst-) Ausstellungen, Videoprojektionen, etc.

Über dem Foyer-Platz und dem Office befindet sich die Ebene “Künstlereinlauf”, auf Niveau +4.05m, mit den WC/DU-Umkleide-/Garderobenräumen, dem Warteraum (Stauraum) und der Verbindungen zur Galerie über die Hinterbühne, welche über Treppenabgänge mit den beiden Seitenbühnen verbunden sind.

Über dem Geschoss “Künstlereinlauf”, Niveau +6.75m, befindet sich das 160m2 grosse Gesangs- und Tanzlokal und eine Terrasse.

Unter dem Saal liegen, neben den Toilettenanlagen, den Lagerräumen, der Anlieferung und den Abstellplätzen, auch die historisch wertvollen “Löwen Keller”, Niveau -4.65m; diese werden vom 1. Untergeschoss-Galerie, Niveau -2.70m, über die bestehende (aber gekürzte) Treppe und vom 1.Untergeschoss, Niveau -5.40m, über ein kleines Foyer (mit Garderoben/WC) neu erschlossen.

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Saal – Längsschnitt

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1.OG 1-200

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1. Obergeschoss

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Untitled-4

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2. Obergeschoss

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Saal – Zuschauerraum mit Galerien von der Bühne her gesehen – Arbeitsmodell

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06-06 Miscellaneous mv

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Bankett

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Bankett-Möblierung – 528 Bankett Sitzplätze – 336 Personen im EG, 192 Personen verteilt auf die zwei Galerien

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Erläuterungen zur Tragkonstruktion des Saals

Fundation: Die Fundamente bestehen aus Fundamentstreifen unter den Innen- und Aussenwänden, bzw. unter den Fassadenstützen. Zur Festlegung der zulässigen Bodenpressungen werden später Rammsondierungen durchgeführt. Da der Grundwasserspiegel deutlich unter UK-Fundament liegt, sind keine speziellen Massnahmen zur Abdichtung der Fundationselemente erforderlich.

Untergeschosse: Die Tragkonstruktion der Untergeschosse besteht aus den relativ massiven Aussenwänden und einem Stützenraster von 7.80m x 7.80m für die Parkgarage.

Erdgeschoss: Im Erdgeschoss reduziert sich die Tragkonstruktion auf 6 wandartige Stützenelemente, welche die Schwerelasten, sowie die horizontalen Einwirkungen infolge Wind und Erdbeben in das Untergeschoss abtragen.

Aufhängung der Galerien: Die Galerien werden durch Zugelemente aus Stahlprofilen (ummantelt mit Beton zur Gewährleistung des Brandschutzes) oder durch vorgespannte Fertigelemente aus Stahlbeton an die oben liegende ‘Kassettendecke’ aufgehängt.

Tragwände im 1.OG:  Die Tragwände im 1.OG sind ca. 40cm stark und ca. 6.00m hoch. Sie bilden eine Art ‘Schachtel’ als Abstützung der darüberliegenden ‘Kassettendecke’.

‘Kassettendecke über dem 1.OG: Die ‘Kassettendecke’ überspannt in der Ost-West Richtung ca. 25m und in der Nord-Süd Richtung ca. 35m. Sie besteht aus Unterzügen im Raster von ca. 1.80m x 1.80m. Die Höhe der Träger beträgt 1.10m. Die T-förmigen Hauptträger laufen in Ost-West Richtung, haben eine Stegdicke von ca. 25cm und eine obere Druckplattenbreite von ca. 50cm. Die Sekundärträger in Nord-Süd Richtung sind rechteck-förmig mit einer Stegdicke von 15 – 20cm (ohne obere Druckplatte).

Dachkonstruktion: Die Dachkonstruktion besteht aus einer konventionellen Tragkonstruktion aus Holz.

Wind und Erdbeben: Die Einwirkungen infolge Wind- und Erdbeben werden gemäss SIA-Norm 261 berücksichtigt. Das Bauwerk ist der Erdbebenzone Z2 und der Bauwerksklasse II zugeordnet. Zur Stabilisierung der Horizontalkräfte infolge Wind und Erdbeben werden im EG die wandartigen Stützen entsprechend bemessen.

Normbezogene Bestimmungen: Es gelten generell die einschlägigen, heute gültigen SIA-Normen. Das Gebäude hat eine übergeordnete Bedeutung, die geplante Nutzungsdauer beträgt rund 100 Jahre.

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Materialisierung – Platz: Pflästerung mit regionalem Naturstein

Aussen – Saal: Dach: Photovoltaik-Anlage. Umlaufender Dachvorsprung, Untersicht: Holz. Aussenhaut: dunkle Schieferverkleidung, teilweise Glas im Erdgeschoss.

Annex-Gebäude zum Saal und “Musikhaus”: Putz, farbig.

Verwaltungsgebäude: Holz-/Glas-Konstruktion.

Innen – Saal: Decke: ‘Kassettendecke’, Beton. Wände: Beton mit, teilweise, vorgehängten, feuerfesten und farbigen Textilien zur Kontrolle der Akustik (Nachhallzeit). Im Erdgeschoss mit Verdunkelungsmöglichkeit. Böden: Linoleum, mittelgrau.

Vereins – Lokale: Decke: Sparrendächer, Holzkonstruktion, sichtbar. Wände: weiss verputzt. Böden: Linoleum, mittelgrau (oder aber nach Angabe des Bauherrn).

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Energiekonzept – Nutzung regenerativer Energien – Über Erdsonden, Wärmepumpen wird Energie für die Heizung und Kühlung (Zuschauerraum) des Gebäudes generiert. Photovoltaik Anlagen auf den Dächern liefern elektrische Energie.

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Das oben dargestellte Projekt “Monocoque” ist im Lauf der ersten Sitzung des Preisgerichts am 16. September im 1. Rundgang ausgeschieden – “Die Gründe für das Ausscheiden im ersten Rundgang waren ein nicht überzeugender Gesamteindruck, ein wenig befriedigender Lösungsansatz hinsichtlich des Umgangs mit der städtebaulichen Situation oder offensichtliche betriebliche Mängel”, so das Preisgericht in seinem Bericht vom 10. Oktober 2013.

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Historische Ansichten

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1844 Lith. Schmid

1844 – Der Dorfkern – Lith. Schmid

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1925? – Dorfplatz von NO

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PTT Vorgarten 1910?

1910? – Dorfplatz – Eingang zum Vorhof des PTT-Gebäudes – links die “Traube”

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1902 – Dorfplatz – PTT-Gebäude  – heute “Hobi-Block”

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Begehung – 4. April 2013

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Wangserstrasse von Wangs – Löwen, rechts

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Löwen, von der Post_DSC0006_2

Löwen – von der Post

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Wangserstrasse von Wangs – Parzelle 989, rechts

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Wangserstrasse von Wangs – Parzelle 3226, rechts

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Wangserstrasse von Wangs – Rathaus

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Wangserstrasse vom Platz – Rathaus, links

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Wangserstrasse vom Platz – Parzellen 3226 und 989, links

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Wangserstrasse vom Platz – Löwen, links

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Platz – Rathaus

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Platz – Freihaltezone mit Eibe, links

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Platz – Traube, links

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Rathaus – Korridor und Keller der Weinbaugenossenschaft Mels

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Rathaus – Korridor

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Rathaus – Korridor, Detail Kreuzgewölbe

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Rathaus – Treppe zu den Kellern

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Rathaus – grosser Keller

Rathauskeller, kleiner Keller_DSC0054_2.

Rathaus – kleiner Keller

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Reataurant Löwen – Keller

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Löwen – Treppe zu den Kellern

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Löwen – grosser Keller

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Löwen – Treppe, vom grossen Keller

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Löwen, grosser Keller, Lüftungsdetail_DSC0082_2

Löwen – Lüftungsdetail des grossen Kellers

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