Gemeinde Davos, Dreifachturnhalle, Davos-Platz

Projektwettbewerb für Architekturleistungen im offenen Verfahren, Projekt  Hofplatz PDF – Tragwerksplanung, Dr. Willy Wüthrich

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Wettbewerbsprogramm  PDF     Raumprogramm  PDF 

Jury Bericht  PDF  “…der Landrat hält …fest, dass das Siegerprojekt …nicht umgesetzt werden kann…” Beschluss PDF

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1902 Primarschulhaus, abgebrochen 1976, auf dem ehemaligen Gut Bünda, ‘liegt in einer Grünzone zwischen Kirche und Rathaus Davos-Platz und dem Schuttkegel des Englischviertels’, zu welcher auch die Eisbahn- und Sport-Anlagen, sowie der Kurpark von Davos gehören.

1959 Primarschulhaus längs der Schulstrasse und 1963 Doppelturnhalle auf der ehemaligen Molkereiwiese an der Tobelmühlestrasse.

1976 Schlüsselübergabe neue Sekundarschule und, 1978 neue Primarschule anstelle des Primarschulhauses von 1902, abgebrochen 1976.

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“Die Gefahr des Verschwindens von Erinnerung schwebt über uns allen, sie bedroht das menschliche Zusammenleben, gefährdet die Zukunft, raubt der Gegenwart den Atem”   Salvatore Settis

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Situationsplan/Modellaufsicht

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Der Vorschlag ‘Hofplatz’ zeigt auf, wie der lebendige Organismus der bestehenden Schulanlage ‘Schulhaus Davos-Platz’, charakterisiert durch die Lage am leicht nach Süd-Osten abfallenden Hang, den aufgereihten Gebäudevolumen entlang der Schulstrasse und den talseitig vorgelagerten freiräumen, wachsen, sich wandeln und dabei derselbe bleiben kann, ohne zu zerstören.

Dabei spielen die bestehenden Freiräume, als öffentliche Räume unveräusserliches Gemeingut, die Hauptrolle.

Der vorliegende Entwurf sieht deshalb keine neuen, zusätzlichen Gebäudevolumen vor.

Die Programm-Forderung “Die heute durchgehenden Fusswegverbindungen und Durchlässigkeit des Areals muss beibehalten werden” wird damit erfüllt und weiter optimiert, indem die bestehende Doppelturnhalle zum Eingangsgebäude für die neue, unterirdische, Dreifachturnhalle umfunktioniert wird.

‘Poetik der Wiederverwendung’  Im Laufe der Arbeit an diesem Projekt wurde immer klarer, wie wertvoll das Erbe der, 1963 eingeweihten, Doppelturnhalle ist. Der Rückbau des Garderobentrakts stellt auf einen Schlag sowohl das bestehende Turnhallengebäude, als auch das bestehende Primarschulhaus frei und wertet damit den Aussenraum (und die bestehenden Gebäude) an der Tobelmühlestrasse wesentlich auf. Mittels Transformation, Bewegung des Sich-Erneuerns und Weiterentwicklung des Bestandes der Schule Davos-Platz, lässt sich Zukunft aufbauen.

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Längsschnitt

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Erdgeschoss

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Querschnitt

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Erschliessung Tobelmühlestrasse  Zur neuen Dreifachturnhalle geht es, über eine leicht ansteigende Rampe,entlang des neu gepflanzten Lärchenwäldchens ‘Klein-Stillberg’, zum gedeckten, und auch zum ‘Hofplatz’ hin offenen, (Aussen-) Eingangsbereich. Rechterhand, anschliessend an den Windfang, liegt der (Innen-) Eingangsbereich mit Lift und Treppenanlage, von da geht es hinunter und, am Office vorbei, zum Foyer auf dem Galeriegeschoss, welches 3.55m über dem Hallenboden liegt. Von der Galerie, mit Blick in die Halle, entlang welcher der Theorieraum, der Multifunktionsraum und der “Schwingkeller” aufgereiht sind, geht es weiter, via einer der drei Treppen, hinunter zu den Garderobenanlagen auf der Hallenebene und von dort in die drei Hallen.

Hofplatz  Im Zentrum der bestehenden Schulanlage, im Bereich der neuen Hallenüberdeckung, schlagen wir vor, einen Schulgarten mit Kräuterpflanzen, ‘Klein-Alpinum’, in Form von einer Anzahl Trögen mit Sitzgelegenheiten, einzurichten und, darum herum, eine leichte Holzkonstruktion zu erstellen, welche den Aussenraum in geschützte und offene Zonen unterteilt und die verschiedenen Aussen-Aktivitäten räumlich strukturieren soll.

Parkplätze PW  Der grösste Teil (11 PW’s, davon einer behindertengerecht) der bestehenden Parkplätze an der Tobelmühlestrasse wird, neu, auf den unteren, gedeckten Hallenboden der bestehenden Doppelturnhalle verlegt.

Abstellplätze Velo  32 Veloabstellplätze befinden sich, gedeckt, direkt neben dem Eingangsbereich. Weitere Abstellplätze können im Bereich der Nordost-Ecke des Primarschulhauses erstellt werden.

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Blick in die Halle, links – Foyer, Erschliessungskorridor/Galerie – Nebenräume, rechts

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Halle mit Erschliessungskorridor/Galerie – Notausgänge, links

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Halle mit Erschliessungskorridor/Galerie – Foyer, rechts

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Nebenräume, links – Erschliessungskorridor/Galerie – Halle – Materialräume, rechts

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Untergeschoss – Haustechnik/RLT, links – Parkierung, rechts

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Untergeschoss – Galerie/Foyer

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UG – Halle, Garderoben.

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Konstruktion, Tragwerksplanung  das Haupttragwerk bilden die Platte aus Stahlbeton, in leichter Schräglage, dem bestehenden Terrain angepasst, im Verbund mit 27 (Fichten-) Brettschichtholz-Trägern und -‘Rahmen’ im Abstand von 1,73m, welche von der östlichen Längswand der ‘Wanne’ einerseits, andererseits von BSH-Stützen getragen werden.

Abmessungen nach ersten Kontrollberechnungen des Bauingenieurs: Stahlbetonplatte auf Holzträger, 30cm. Holzträger: Spannweite 30m, H = 1.70m, B = 0.40m. Seitenwände: Wandstärken, oben, 0.40m, unten 1.50m. Bodenplatte: Magerbeton, 0.30m, darüber Konstruktionsbeton 1.20m. Damit sollten die Auftriebsprobleme gelöst, und die Tragsicherheit der Bauteile gewährleistet sein.

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Primärstruktur BSH, Ansicht quer

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Primästruktur BSH, längs

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RLT Diagramm, längs

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RLT Diagramm, quer

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Bauvorgang  Bauausführung der ‘Wanne’ mit Bohrpfählen (anstelle ‘lärmiger Spundwände): 1) Bohren der Pfähle D=80cm, Einbindetiefe unterhalb Fundamentplatte ca. 8.00m, d.h. Pfahllänge 18.00m (grobe Schätzung, unter Berücksichtigung des höchsten, angenommenen, Grundwasserspiegels). 2) Aushub bis ca. 5.00m unterhalb OK Terrain. 3)Versetzen von provisorischen Erdankern zur Aufnahme des Erddrucks für den weiteren Aushub. 4) Aushub bis UK Fundamentplatte. 5) Einbau Fundamentplatte. 6) Einbau Stahlbetonwände als Ausfachung der Pfahlwände. 7) Einbau BSH-‘Rahmen’ und Stahlbetonplatte. 8) Entspannen der provisorischen Erdanker. (Es sollen keine permanente Anker vorgesehen werden, da diese später regelmässig überwacht werden müssten.)

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.Bauvorgang – Blick in die Wanne, BSH-Struktur im Foyer Bereich, links, Hallen- und Neben-Bereiche mitte und rechts

 

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Modell 1:500, Ansicht Süd-Ost

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Nord-West

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Nord-Ost – Modell: Gnädinger Architektur-Modellbau GmbH, Fotos: Pascal Gnädinger

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Flächen- und Volumen-Berechnungen

 

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