Kaserne Basel – Basel BS

Projektwettbewerb – Umbau und Sanierung des Hauptbaus für ein zeitgenössisches Kultur- und Kreativzentrum – Projekt  “Marsch!” – in Zusammenarbeit mit Dr. Willy Wüthrich

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– Jurybericht PDF            – Ausstellung PDF

– Wettbewerbsprogramm PDF          – Fragenbeantwortung PDF

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Satellite

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West-Ansicht, von der linken Rheinseite, oben – Ost-Ansicht, vom Kasernenplatz, unten.

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Lageplan mit “flow”-Diagramm

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Umgebung – Die Gestaltung der Rheinpromenade soll nach den Empfehlungen des Preisgerichtes zum Projekt “rhein schauen” umgesetzt werden.

Das vorliegende Projekt steuert den folgenden Beitrag zur zukünftigen Gestaltung der Rheinpromenadebei: Neue (barrierefreie) Verbindungen zwischen Platz und Promenade, Öffnung der neuen Halle und der “geräumigen Parterreräume” zur Rheinpromenade; Integration der öffentlichen Sanitärräume in den Hauptbau (und damit Entlastung der Promenade von störender “Möblierung”); alle Bäume werden erhalten.

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.Ansicht vom Rheinufer – West-Fassade

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Rheinpromenade – Parterre

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Erschliessung – Der Kasernenplatz ist über die neue “Öffnung” zwischen dem Hauptbau und der Kirche sowohl mit dem Klingentalweglein als auch mit der Rheinpromenade verbunden.

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Ansicht vom Klingentalweglein – Süd-Fassade

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Querschnitt – Promenade, links – Hauptgebäude – Platz, rechts.

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Der Eingangsbereich und die Halle des Hauptbaus auf der Platzebene, zusammen mit der neuen Halle auf der Rheinebene, verbunden mit den neu eingebauten Treppen (und der neuen Liftanlage), bilden das zweite “stadträumliche Bindeglied” zwischen Kasernenhof und Rheinpromenade.

Um den barrierefreien Zugang zum Hauptbau (inkl. neuer Fluchtwege) und eine funktionierende Oberflächenentwässerung, weg vom Gebäude, zu gewährleisten, soll das Niveau des Kasernenplatz’, entlang der Ost-Fassade, auf das Niveau des Korridorsim Erdgeschoss angehoben werden.

Die vorhandene Pflästerung wird beibehalten, instand gestellt und auf die Bereiche des neuen Durchgangs und auf den Platz vor dem südlichen Seitenflügel erweitert.

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Ansicht vom Platz – Ost-Fassade

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Erdgeschoss – Platzebene

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Nord-Fassade 1-200

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Ansicht vom Klingentalgraben – Nord-Fassade

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Die Kaserne, heute 150 Jahre alt, soll der Stadt als historisches Erbe erhalten bleiben

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Aquarell 150.

Eidg. Archiv für Denkmalpflege EAD, Bern

“rendering” des Architekten, oben – Aufnahme aus dem Eidg.  Archiv für Denkmalpflege, unten

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Architektur als Substanz und das Kriterium grösstmöglicher (optimaler) Reversibilität führen einen Dialog zwischen der vorhandenen (historischen) Architektur und der subtilen, neuen Stahlkonstruktion.

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“Dialog” zwischen Konstruktion (engineering) und der historischen Architektur – die Eingangshalle im Erdgeschoss, links.

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Optimale Reversibilität – Die neu integrierte Stahlkonstruktion stützt die historische Substanz bei minimalen Eingriffen – die seitlichen Fachwerke und die Mittelstützen aus Holz werden entfernt, die originalen Deckenbalken wiederverwendet.

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Die wichtigsten Voraussetzungen, damit die Kaserne zukünftig neuen, vielfältigen Nutzungen zugeführt werden kann, sind, erstens: Eine effiziente Erschliessung unter Berücksichtigung der Bau- und Feuerpolizeilichen Standards (u.a. Brandabschnitte, Fluchtwege); zweitens: Moderne, funktionale Räume (auch hinsichtlich Klima-Komfort, e.g. Haustechnik) und drittens: Die unumgängliche Ertüchtigung des Gebäudes hinsichtlich Erdbebensicherheit.

Aufgrund der o.g. Voraussetzungen und zusammen mit einem vernünftigen Reversibilitätsprinzip, welches verlangt, dass keine historische Substanz zerstört wird, führen zu einer neuen Tragstruktur auf eigenen Fundamenten, welche nicht nur die zukünftigen Lasten trägt, sondern sich selbst und die historische Substanz im Erdbebenfall vor Schaden (Personenschutz) schützt.

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Längsschnitt – vorhandene und neue Treppen – Lift – Brandabschnitte

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Erläuterungen zur Erdbebenertüchtigung der Tragkonstruktion PDF

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1. Angestrebter Erfüllungsgrad – Das Konzept der empfohlenen Massnahmen ermöglicht eine Erdbebenertüchtigung der Tragkonstruktion, welche die Anforderungen gemäss SIA-Merkblatt 2018 erfüllt; d.h. es wird ein Erfüllungsfaktor von 80% erzielt, bei einer Restnutzungsdauer von mehr als 80 Jahren.

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Querschnitt

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2. Konzept der Erdbebenertüchtigung – Die durch die Erdbebeneinwirkung, gemäss SIA 262, erzeugten horizontalen Trägheitskräfte (Ersatzkraftverfahren) werden durch die neu erstellten Stahlfachwerke, getrennt vom bestehenden Mauerwerk, in die neu erstellten Einzelfundamente abgeleitet. Die Stahlfachwerke sind so bemessen, dass ein Erfüllungsfaktor von mindestens 80% erreicht wird. Es sind dazu folgende Verstärkungen durch Fachwerke erforderlich (siehe Skizzen):

– in Querrichtung: In den Achsen Y02, Y05, Y10 und Y13.

– in Längsrichtung: In der Achse X02

Diese Fachwerke sind vom Dachgeschoss bis zum Parterre einzubauen.

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Erdgeschoss – Regelgeschoss

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Zur Übertragung der Deckenkräfte in die Fachwerke werden in jeder Geschossdecke horizontale Aussteifungen durch diagonal angeordnete Stahlprofile in der Höhenlage der Sekundärprofile eingesetzt.

Die Fundamente unter den Fachwerken sind neu zu erstellen. Wo nötig, werden die resultierenden Zug- und Druckkräfte durch Mikropfähle aufgenommen.

Die Fachwerke werden mit dem bestehenden Mauerwerk punktuell durch Verankerungen verbunden. Damit ist die Stabilität der bestehenden Wände bei Erdbeben gewährleistet.

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3. Nachweise zur Bemessung der Verstärkungsmassnahmen – Überschlägige Nachweise zur Bemessung der erforderlichen Verstärkungsmassnahmen wurden auf Grund folgender Annahmen durchgeführt (siehe auch Statische Nachweise):

– Erbebenzone Z3a

– Bauwerksklasse II

– Baugrundklasse C

– Duktilitätsfaktor für die Stahlfachwerke q = 4.0

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Bodenaufbau – “alt und neu”, links – Ausschnitt des originalen Fussbodens, rechts

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Nutzungskonzept

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1. Obergeschoss

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2. Obergeschoss

2. Obergeschoss

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3. Obergeschoss

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Dachgeschoss

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Dachstuhl_DSC0086_2 150

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“last but not least” – das Dachgeschoss ist ein sehr wertvoller Raum, er wird das übrige Raumangebot aufwerten und sollte deshalb ausgebaut werden.

Alternative: Die  Decke über dem 3. Obergeschoss wird rausgenommen – ein enorm grosszügiger Raum entsteht, bestens erschlossen,  ca, 5.00m hoch bis zur Fusspfette, und ca. 8.00m hoch bis zur Firstpfette des Dachstuhls! 

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Nutzflächenformular %22Marsch!%22

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