Waaghaus – St. Gallen

Sanierung – Projekt ‘Rehabilitation’  – Ideenwettbewerb – Tragwerksplanung: Dr. Willy Wüthrich

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– Bericht des Preisgerichts PDF          – Wettbewerbsprogramm PDF

– Hochbauamt Stadt St.Gallen

– Renovation des “Waaghauses”…; R. Biegger, 1964.11.12 Schweiz. Bauzeitung PDF


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Waaghaus – Ansicht vom Marktplatz – Nord-West Fassade

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Marktplatz – Stadtmodell  –  Aufsicht

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1958 war die Zeit der ‘Flächensanierung’, charakteristisch für diese Phase der Stadterneuerung. Stadterneuerung in St.Gallen  wurde vorrangig nicht als Bestandspflege, sondern als Neubau – Aufgabe angesehen, welche in der Innenstadt stattfand und alte städtische und soziale Strukturen durch neue ersetzen sollte.

Am 28. September 1958 retten die Stimmbürger, mit einem Stimmenmehr von 301 Stimmen, das Waaghaus vor dem Abbruch. Fünf Jahre später, am 21. September 1963, wird das ‘sanierte’ Waaghaus eingeweiht.

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Pro Abriss – Fotomontage 1958 – Bohl ohne das Waaghaus

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Wie jede  ‘Sanierung’ war auch damals die Wiederherstellung des Waaghaus’ eine Neuerfindung. So, wie es heute vor uns steht, hat es es nie zuvor gegeben:

Das  Erdgeschoss wurde ausgeräumt, der Boden in Ost-West Richtung ins Gefälle gelegt und gepflästert, der westliche Mauerpfeiler in der Achse des Gebäudes wurde durch einen Holzpfeiler in der Art der existierenden Holzpfeiler ersetzt. Der grösste Teil der Fenster wurde zugemauert.

Die Decke über dem  Obergeschoss wurde abgebrochen, eine kleine Galerie eingebaut und eine neue Betondecke weiter oben eingezogen.

Der originale Dachstuhl wurde abgebrochen und durch eine Stahl/Beton-Konstruktion ersetzt. Diese wurde auf den ‘altehrwürdigen’ Aussenmauern abgestützt! Die Aussenwände bestehen original aus Bruchstein, der mit Kalkmörtel vermauert wurde. Die Festigkeit (das Tragvermögen) dieses Mauerwerks ist im Laufe der Zeit durch hydroskopische Reaktionen des Kalkes teilweise reduziert. Um die neuen Lasten der Stahl/Beton-Konstruktion (inklusive der Nutzlast) abzufangen, war es Anfang der sechziger Jahre notwendig, die  Fenster im Erdgeschoss zu zumauern.

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Bestandsaufnahme 1941 – die hauptsächlichen Eingriffe von 1963 sind in Farbe dargestellt

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Der  Projektvorschlag  möchte das Gebäude  ‘rehabilitieren’:

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Erstens:  Architektonisch,  indem die neuen Nutzungen und deren Erschliessung den Bautypus respektieren: ‘Einfahrtstore’ im Erdgeschoss, erstens und zweitens, zwei grosse, übereinanderliegende Räume ohne Querteilung.

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Zweitens:  Konstruktiv, indem die alten Mauern entlastet und, wo nötig, gestützt werden. Das neue Tragwerk besteht aus Stützen und Trägern aus Stahl (die Holzbalkendecke über dem Erdgeschoss wird selbstverständlich belassen und in die neue Konstruktion integriert). Die Stahlstützen sind unmittelbar hinter den bestehenden Aussenmauern angeordnet. Die Stützenlasten werden durch die Aussenwände des neuen Untergeschoss’ aufgenommen.

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Die Aussenwände des neuen Untergeschoss’ liegen dicht an den bestehenden Streifenfundamenten. Zur Gewährleistung der Stabilität der bestehenden Fundamente während der Bauausführung, muss es in kleinen Etappen von ca. 3.0m Länge unterfangen werden. Der Aushub kann dann in einem Zug erfolgen. Bodenplatte, Wände und Decke sind aus Stahlbeton.

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Bestandsaufnahme 1941 – Rückbau der Eingriffe von 1963 – neues, von der historischen Struktur unabhängiges, Kontruktions-System

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Arbeitsmodell – Innenansicht Obergeschoss – Parlament und Besucher Galerie

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Innenansicht des Obergeschoss’ mit Stadtparlament und den Galerien West und Ost – Arbeitsmodell

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Galerie Geschoss  674.80  Galerie West: Sitzgelegenheiten und Teeküche – Galerie Ost: Besucher und Medien

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Längsschnitt

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Obergeschoss  671.75   Stadtparlament

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Obergeschoss  671.75  Konferenz 1

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Obergeschoss 671.75  Konzert, Theater, Konferenz 2

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Erdgeschoss  667.00 / 668.00  Eingangshallen West und Ost – Multifunktionale Nutzungen

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Untergeschoss  664.30  Toiletten-, Haustechnik- und Lager-Räume

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Innenansicht Obergeschoss – Blick gegen Parlament und Besucher Galerie

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Innenansicht Obergeschoss – Parlament – Detailansicht Arbeitsmodell

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Bestand – Aussenansichten

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Historisches Material – Hochbauamt der Stadt St.Gallen

– Grundrisse, Schnitt und Fassaden 1919  PDF

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St.Gallen 1642 – Kupferstich

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Bohl – 1790

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Altstadt - Waaghaus mit östlichem Annex-Gebäude - Eduard Spelterini 1893-1924

1893 – 1924 Waaghaus mit östlich angebautem Annexgebäude – Eduard Spelterini

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Bohl, Theaterplatz – 1910

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Vogelschau von S-O – 1950

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‘Kaufhaus’ von W – 1950

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‘Kaufhaus’ von O – 1958

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Südfassade – 1959

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Ostfassade – 1961

Nordfassade – 1961

Westfassade – 1961

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