Kunstmuseum Bern – Bern

Abteilung für Kunst der Gegenwart – Projekt Wettbewerb – Gérard Butz, Agustina Castro Rios,  Juan Gonzalez Calderon  Matia Orbaiz

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.– Jurybericht

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West Ansicht – Rechts das historische Gebäude von Stettler, links unser Projekt Vorschlag, im Hintergrund die vorhandene Gebäude-Erweiterung von Atelier 5 -das Gebäude im Vordergrund gehört nicht zum Museum

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Einpassen in die Situation – Beziehung zu den Nachbargebäuden Der Projekt Perimeter ist im vorliegenden Vorschlag eingehalten; der Bereich für “massvolle Auskragungen” wird nicht in Anspruch genommen. Der Realisierung der vom Parkpflegewerk “Schütte” vorgesehenen, geschlossenen “Pflanzenkulisse” steht hiermit nichts im Weg. Das Neubauvolumen verdeckt zwar, auf der Norseite, den “Stettler”, ausgenommen der Kuppel, bildet aber, zusammen mit dem “Atelier 5” und dem “Meier”, ein neues und spannendes Ganzes. Auf der Südseite tritt das Neubau Volumen, weit abgerückt gegenüber der Hodlerstrasse, als schwebende Wand in Erscheinung, sozusagen als Kulisse für den “Stettler”, in Ergänzung und Fortführung der Wand, in anderer Form, von “Atelier 5” an der Hodlerstrasse. “Stettler” bleibt also Protagonist.

Untergeschoss Gedeckte Versorgungs-Ebene

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Erdgeschoss Ebene des Haupteingangs

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Obergeschoss Stützenfreier Ausstellungsraum

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Funktionale Beziehung zwischen dem geplanten Neubau und den vorhandenen Gebäuden “Stettler” – Die Nord-Fassade wird im Bereich des Erd- und des 1. Obergeschosses zur “Innen-Fassade”, ohne diese zu berühren. Der grosse, neue, Auststellungsraum mit der lichte Höhe von 4.80 m kommt auf die Ebene 537.16 des “kräftigen Erdgeschoss Sockels” zu liegen und ist mit diesem im Bereich des östlichen Seiten-Risalit’ verbunden. Der neue, stützenfreie, Ausstellungsraum mit der lichten Höhe von 6.20 m liegt exakt auf der Ebene 543.44 des “leichter wirkenden” Obergeschoss’ und ist ebenfalls im Bereich des östlichen Seiten-Risalit’ verbunden. Für diesen neu zu schaffenden Durchgang ist ein genügend grosses Wandteil sorgfältig “auszuschneiden” und, als Ganzes, sichtbar zur Seite geschoben.

“Atelier 5” – Parallel zur gestuften Nord-West Fassade, im Abstand von ca. 2.40 m zum vorhandenen Annexgebäude “Atelier 5”, kommt neu die süd-östliche Wand des hier vorgeschlagenen Neubaus zu stehen. Ein Glasschwert zwischen den beiden Bauteilen ermöglicht eine direkte Verbindung zwischen den zwei Gebäuden sowohl im Ober- als auch im Erdgeschoss.

“Meier” – Die neu erstellten Gebäude auf der Liegenschaft “Meier” wurden seinerzeit, im Bereich des Projekt Perimeters des Kunstmuseums Bern, als Grenzbauten ausgeführt. Auch das neu geplante Museumsgebäude reicht bis an die Grenze. Die Lage des Hauptgebäudes “Meier” und die Lage des neuen Museums lassen das, auch bezüglich Sonneneinstrahlung und Schattenwurf, zu.

Querschnitt der geplanten Erweiterung im Modell

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Längsschnitt im Modell – Die historische Nord-Fassade wird Teil der Ausstellungsräume


Der grosse, stützenfreie, Ausstellungs-Raum im 1. Obergeschoss

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Mit dem Angebot an grösstmöglichen Ausstellungsflächen, Boden, Wand und Decke, erschlossen durch kürzest mögliche Verbindungswege zum historischen Foyer und der historischen Eingangshalle, der radikalen Einfachheit in der Gestaltung werden die wesentlichen Vorgaben der Stiftung Kunstmuseum Bern – grosszügiges Raumangebot, polyvalente Nutzungsmöglichkeiten und Einfachheit in der Gestaltung – für die Abteilung Kunst der Gegenwart, erfüllt.

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