Festhütte – Amriswil

Stadt Amriswil – Projektwettbewerb Ersatzbau Festhütte – Projekt  ‘aufgeräumt’


– Stadt Amriswil           – Programm          – ‘Pentorama’ – Müller Sigrist Architekten

– Kulturforum               – Pentorama

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Luftaufnahme – Marktplatz und Gemeindehaus (im oberen Teil des Kreises)

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Modellaufnahme

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Lageplan

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Ortsbauliche Situierung und landschaftliche Eingliederung der Baukörper

Unser Projektvorschlag für den “Ersatzbau Festhütte” soll dazu beitragen, die städtebaulich richtige Platzierung des neu geplanten Gebäudes innerhalb des zur Verfügung stehenden Geländes zu finden.

Stadtplanung hat mit Ordnung schaffen und (wieder) in Ordnung bringen zu tun, mit Aufräumen, vereinfacht ausgedrückt.

Um zum Ziel zu kommen, muss daher zuerst festgestellt werden, welche Dinge unverrückbar sind und welche besser verstellt werden sollten.

Unverrückbar und wichtigstes städtebauliches Element ist der Marktplatz, der an der südlichen Peripherie von der Arbonerstrasse gequert wird. In dieser Lesart bildet das Gemeindehaus und die Gruppe der Platanen östlich davon den südlichen Abschluss des Marktplatzes; unverrückbar ist das Gemeindehaus mit der Stierplastik von Otto Schilt und die Mauer entlang der St. Gallerstrasse; unverrückbar auch die Mauer südlich der bestehenden Festhütte mit dem kleinen und lauschigen Park bis zum Hegibach.

Verstellt werden können die bestehende Festhütte und die, in drei Etappen erstellten, Gebäude für die Feuerwehr; darunter auch das ehemalige Feuerwehrdepot, heute vom Bau- und Sozial-Amt belegt.

Die zukünftigen Auswirkungen des neu geplanten Kreisels Arboner-, Romanshorner-Strasse werden berücksichtigt.

Diese Voraussetzungen unserer kleinen Auslegeordnung und der Wille, die ortsbauliche Situation nachhaltig zu verbessern, zeigen, dass ein Platztausch Festhütte – Feuerwehrgebäude zwingend ist.

Der neu geplante Ersatzbau öffnet sich zukünftig mit dem Haupteingang und dem Foyer auf gleicher Höhe zum Marktplatz. Das Gemeindehaus mit den Platanen und der Marktplatz werden mit einem ‘starken Rücken’ ergänzt und aufgewertet. Weitere Vorteile dieser Lösung sind eine einfache und übersichtliche Erschliessung durch kurze Wege, sparsamer Landverbrauch und nicht zuletzt die Erweiterungsmöglichkeit sowohl des neu geplanten Saal-, als auch des neugeplanten Feuerwehrgebäudes.

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von Nord-West, oben – vom Marktplatz (Nord), mitte – von Süd-West, unten

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Nord Ansicht


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Eingangsgeschoss

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Süd Ansicht

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Architektonischer Ausdruck und räumliche Qualitäten

Wir wollen aus einem blossen Standort einen Ort machen, kein Gebäude in die Landschaft setzen, sondern das was Charakter und Atmosphäre des Orts, Handlungs- und Ereignisort, erfordern, zum Gebäude ausbauen.

Das Ziel ist die Neuentdeckung, die Neuformierung des Vertrauten auf neue, aufschlussreiche Weise und letztlich die Erweiterung unserer konzeptionellen und ästhetischen Horizonte, um zu veränderten Standpunkten und Wahrnehmungen zu gelangen, die unsere Sensibilität bereichern, indem sie das Spektrum der visuellen und vizeralen Signale erweitern, die sich unmittelbar aus dem Entwerfen herleiten.

Im Gegensatz von Leichtigkeit und Schwere vertreten wir, bei aller Gravitation, die Leichtigkeit als Wert (und nicht als Defekt), versuchen, den Räumen Gewicht zu nehmen, Foyer, Halle, Galerie sind ein fliessender Raum.

Wir vertreten Genauigkeit in der Planung des Werks mit wohldefinierter und wohlartikulierter Umsetzung des Wettbewerbsprogramms. Genauigkeit in der Evokation von klaren, markanten und einprägsamen visuellen Darstellungen.

Ein Gebäude als Ganzes aus Teilen und Teil eines Ganzen.


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Mehrzwecksaal – Bühne – Galerie (rechts)

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Mehrzwecksaal

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Längsschnitt

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Querschnitt

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Arbeitsmodell zur Tageslichtkontrolle


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Wirtschaftlichkeit und Ökologie

Die reinen Baukosten des Projektvorschlags betragen 6.8 Millionen Franken.

Die Kosten für die Planung und die Landschaftsgestaltung sollen durch ‘Kultursponsoring’ aufgebracht werden (z.B. können drei Bühnen gleichzeitig bespielt werden).

Der Kostenanteil für die im Wettbewerbsprogramm vorgesehene Tiefgarage unter dem Saalboden wird zur Erstellung der Ersatzflächen für das Bau- und Sozial-Amt, bzw, die Feuerwehr verwendet (50 – 70 potentielle Brandherde unter einem mit 1000 Menschen besetzten Raum sind, aus Sicht des Personenschutzes, bedenklich).

Der wichtigste Beitrag zur Ökologie des vorliegenden Projektvorschlags ist die effiziente Ausnützung des Grundstücks: Vieles auf kleinem Raum.

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Ansicht vom Marktplatz

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